Nimonh Kaiser-Patthavong für Ketsch
Bürgermeisterwahl – Nimonh Kaiser-Patthavong schart Gefolge auf dem Marktplatz um sich

Kandidatin Kaiser-Patthavong tritt auf Ketscher Marktplatz auf

Schwetzinger Zeitung, 12.04.2022 – Stefan Kern

Ketsch. Der Andrang auf dem Marktplatz war beachtlich. Zum Auftritt von Nimonh Kaiser-Patthavong, einzige Kandidatin für die Bürgermeisterwahl, versammelten sich schon anfangs an die 100 Interessierte, die der 42-jährigen für den Endspurt einigen Rückenwind bescherten. Natürlich langt solch eine Veranstaltung von knapp 100 Menschen bei einer Gesamtbevölkerung von rund 13 000 Bürgern nicht einen Moment als Stimmungsbarometer. Doch umgekehrt hat es funktioniert. Angefühlt hat sich dieser Nachmittag ziemlich sicher wie Rückenwind. „Das sind Momente, die natürlich tragen und Mut machen.“

Ein Satz, der auch für das Unterstützerteam galt. Es herrschte jedenfalls unübersehbar gute Laune an den Ständen, an denen von Frühlingsrollen, Würstchen und Kuchen ohne Ende ausgegeben wurden. „So macht Arbeiten für eine Sache, die einem wichtig ist, richtig Spaß“, so Brigitta Barth-Engelhart. Wobei sie solche Schübe für ihre Motivation kaum zu brauchen scheint. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sie eine glühende Wahlkämpferin für Kaiser-Patthavong ist. „Ich finde das Programm gut und, noch wichtiger, sie ist ein ehrlicher Mensch, sodass ich ihr vertraue.“ Dazu sei angefügt, dass Barth-Engelhardt die Kandidatin schon seit Kindertagen kennt und sie seitdem sowohl privat als auch beruflich ziemlich eng begleitet. Angesprochen auf Charakteristika der Kandidatin betonte sie zwei Eigenschaften, die es in Barth-Engelharts Augen in der Politik sowieso dringend brauche: Zuhören und Reflexion. „Beides auch unter dem Eindruck von Kritik.“

So jemanden im Rathaus zu haben, würde auch Leokardia Rühle gut finden. Gerade weil es in ihren Augen einen Wandel brauche. Aber sie befürchtet, dass die Ketscher noch nicht so weit sind, eine Frau zu wählen. Eine Einschätzung, die Michael Malik so nicht teilt. Zwar kein Unterstützer, scheint er von Kaiser-Patthavong doch überzeugt zu sein: „Sie steht für Veränderung und Umdenken und könnte damit ein Katalysator für neue Ideen sein.“

Und neue Ideen für neue Wege in Ketsch lancieren – das brauche es. Auch Tobias S., der seinen vollen Namen nicht in der Zeitung sehen will, hofft auf ihren Veränderungsmut. Ihr Stil sei dabei schon einmal verheißungsvoll. „Zumindest gelingt es ihr, Menschen aller Generationen und unterschiedlichster Kulturen anzusprechen.“ Es fiel auf, dass sich viele hier eine andere Art Politik wünschten. Nicht wenige fühlten sich kaum bis gar nicht von der Politik angesprochen. Vielleicht ist das ein Grund, dass Kaiser-Patthavong immer wieder betonte, dass sie parteiunabhängig sei. „Das könnte weniger Parteipolitik und mehr Sachpolitik bedeuten“, so Iphigenia Adler. Vielleicht könne sie Veränderungen wirklich anstoßen.

Es war ein Wunsch, den viele hatten. Jung und Alt erschien der Handlungsdruck groß. Nicht nur wegen den galoppierenden Schulden, die vielen Bürgern Sorgen bereiteten. Ganz grundsätzlich, so hörte man, müsse es einen Wandel der politischen Kultur hin zum Bürger geben. Wie er aber genau in Szene gesetzt werden sollte, konnte über Platituden hinaus keiner sagen.

Den Gemeinderäten wirklich Bürgerferne zu unterstellen, wollte niemand. Im Detail, so Adler, werde es eben doch kompliziert. Lösungen für und mit allen höre sich gut an, sei aber mehr wünschenswert denn realistisch. Aber zumindest erschien die Hoffnung auf dieses Wünschenswerte groß genug, um Kaiser-Patthavong eine Chance zu wünschen.

Bürgermeisterwahl – Kandidatin Nimonh Kaiser-Patthavong lädt zum Familienfest auf die „Alla hopp“-Anlage / Mehr Raum für neue Möglichkeiten und Verbesserungen

Nimonh Kaiser-Patthavong will an der Zukunft von Ketsch bauen

Schwetzinger Zeitung, 27.03.2022 – Volker Widdrat

Ketsch. „Ketsch noch besser machen“ stand auf den Plakaten zu lesen, die am Sonntagnachmittag auch rund um die „Alla hopp“-Anlage zu sehen waren. Von den bunten Postern lächelte Bürgermeisterkandidatin Nimonh Kaiser-Patthavong den Ketscher Bürgern entgegen. Der Himmel war strahlendblau, die Sonne lachte, die Temperaturen waren angenehm – das „Familienfest für alle“, zu dem die parteilose Bewerberin um den Rathaussessel eingeladen hatte, zog Kinder, Eltern und Großeltern auf das Areal für Bewegung und Begegnung.

Kaiser-Patthavong hatte einen abgeteilten Bereich des ehemaligen Wasserwerkparks für ihre erste Wahlkampfveranstaltung gemietet. Sie freue sich, an dieser Stelle, wo sie früher selbst als Kind gespielt habe, mit allen Generationen und Nationalitäten ins Gespräch kommen zu können, rief die 42-jährige Leiterin der Kindertagesstätte Villa Sonnenschein ihren Gästen zu.

Diesen Auftakt bewusst gewählt
Ganz bewusst habe sie den Wahlkampfauftakt den Familien der Enderlegemeinde gewidmet. Sie wolle Ideen und Fragen, aber auch Probleme oder Bedenken gerne im persönlichen Gespräch erläutern. Gerade in dieser Zeit wisse niemand genau, was die Zukunft noch mit sich bringt.

Die verheiratete Mutter eines Sohnes, der in Ketsch die gleiche Schule besucht wie sie damals, kam im Alter von vier Monaten mit ihren Eltern von Laos aus über ein Flüchtlingslager in Thailand in die Enderlegemeinde.

Als parteiunabhängige Bürgermeisterin möchte sie nun in Kooperation mit allen Bürgern mehr Platz für neue Möglichkeiten und Verbesserungen in Ketsch schaffen. Eigentlich sei sie bereits Bürgermeisterin und Chefin, das würden die Mädchen und Jungen im Kindergarten sagen, meinte Kaiser-Patthavong. Das stimme so auch, meinte die 42-Jährige.

Sie sei das Oberhaupt, ihre Mitarbeiterinnen in der Kindertagesstätte bildeten den Gemeinderat und die Kinder seien genauso als die Bürger beteiligt. Für den Spruch erntete sie Lacher. Und von einigen Nachbarn des „Alla hopp“-Geländes am Wasserwerk gab es zustimmenden Beifall.
Mit vielen Gästen im Gespräch
Kaiser-Patthavong dankte ihrem Mann Eugen, ihrem Sohn Kenh, ihrer Mutter sowie ihrer Pflegemutter Hilde Eppel, der ehemaligen Kindergartenleiterin in der Herzogstraße, die ihr damals so vieles beigebracht habe. Ihr Dank galt auch den unzähligen Freunden und Bekannten, die zum engagierten „Team Nimonh“ gehören: „Bauen wir gemeinsam an der Zukunft für Ketsch.“
Auf der „Alla hopp“-Bewegungsstätte gab es an diesem Nachmittag jede Menge Möglichkeiten der Begegnung. Die 42-jährige Macherin, die sich nicht nur als Impulsgeberin für Ketsch sieht, kam mit vielen Menschen ins Gespräch. Die Kommunikation ist der Kandidatin sehr wichtig.

Trotzdem blieb bei der Wahlkampfveranstaltung auch noch genügend Zeit zum Spielen mit den Kindern. Für die jüngsten Gäste, die natürlich auch mit Begeisterung zum „Team Nimonh“ gehören, gab es Apfelsaft, Muffins und Brezeln. Ansonsten war noch viel Bewegung angesagt.

Die Stimme von ihrer Freundin Petra Riedinger hat die Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 8. Mai, dem diesjährigen Muttertag, schon. Die Ketscherin habe sie kennengelernt, als ihr mittlerweile 18-jähriger Sohn Lennox zu Nimonh Kaiser-Patthavong in den Kindergarten gegangen sei: „Ich wähle sie, weil sie absolut authentisch ist. Was sie sagt, macht sie auch. Wenn es mehr Menschen wie sie gäbe, wäre unser Leben leichter.

Nimonh Kaiser-Patthavong möchte Ketschs nächste Bürgermeisterin werden

Schwetzinger Zeitung, 17.12.2021 – Caroline Scholl

Ketsch. Was Nimonh Kaiser-Patthavong motiviert, sich als Kandidatin für die bevorstehende Bürgermeisterwahl in der Enderlegemeinde in 2022 aufstellen zu lassen, benennt die aktuelle Leiterin der Kindertagesstätte Villa Sonnenschein ohne Umschweife: „Ich möchte Ketsch etwas zurückgeben, denn die Menschen in dieser Gemeinde und ihre Belangen sind mir wichtig. Dieser Ort und die Ketscher haben mich aufgenommen und mir starke Wurzeln gegeben. Jetzt bin ich entschlossen und bereit, für eine neue und verantwortungsvolle Aufgabe und kandidiere als Bürgermeisterin.“ Sie ist nach Marco Schnepf und Simon Schmeisser (wir berichteten) der dritte Kandidat.

Im Alter von vier Monaten kam die gebürtige Laotin gemeinsam mit ihren Eltern Ponh Patthavong und Hong Phimkhamphat sowie ihrem älteren Bruder Sithonh über ein Flüchtlingslager in Thailand in die Rhein-Neckar-Region. Damals fand die Familie in den früheren Räumlichkeiten des St. Bernhard Kindergartens in der Herzogstraße Zuflucht und ein Zuhause. Und noch mehr, denn Hilde Eppel, die heute 80-jährige damalige Kindergartenleiterin und Ur-Ketscherin unterstützte Nimonh und ihre Familie seither mit vollem Einsatz und ganzem Herzen.

„Ob Sprache oder Kultur, meine Pflegemutter Hilde hat uns so viel beigebracht und ich kann heute rückblickend dankbar sagen: In Ketsch habe ich mich stets willkommen gefühlt, die Ketscher sind offen und es ist ein wunderbarer Ort zum Leben. Dass dies für alle Generationen so bleibt, möchte ich als Bürgermeisterin aktiv mitgestalten“, erklärt die verheiratete Mutter eines sieben-jährigen Sohnes.

Nach ihrer mittleren Reife absolvierte sie eine Ausbildung zur Erzieherin, doch damit war es für die interessierte und zielstrebige 42-Jährige nicht getan. „Ich möchte mich selbst fordern und gehe stets gut vorbereitet neue Aufgaben an. So machte ich an der Abendschule die Weiterbildung zur Fachwirtin für Organisation und Führung sowie eine weitere Zusatzqualifikation im Bereich Qualitätssicherung. 2012 folgte die Bewerbung als Leiterin in der Kindertagesstätte Villa Sonnenschein, die 2012 eröffnete“, erklärt Kaiser-Patthavong.

Als Personalrätin tätig
Dort leitet sie heute ein Team von rund 25 Mitarbeitern. „Mein jetziger Chef, unser Bürgermeister Jürgen Kappenstein, war einer der ersten, der von meiner Idee zur Kandidatur erfuhr. Mir sind die Abläufe in der Gemeindeverwaltung genauso geläufig wie die Interessen und Belange der Ketscher. Schon als Kind war ich in einigen Vereinen in Ketsch aktiv und hatte ein Tanzstudio in der Gutenbergstraße geleitet. In Ketsch habe ich mich immer gerne engagiert, Vereine mit meinem Einsatz unterstützt und selbst viele Aktionen organisiert. In der Neurottschule war ich ehrenamtlich als Jugendbegleiterin aktiv und bin schon über drei Amtsperioden Personalrätin in der Gemeindeverwaltung“, umreißt die Altlußheimerin, die gerne wieder nach Ketsch ziehen möchte.
Ihr aktueller Wohnort sei einer der Gründe, weshalb sie bisher in der Kommunalpolitik nicht engagiert war. „Ich kandidiere ganz bewusst parteilos, denn ich finde in jeder der im Gemeinderat vertretenen Partei Aspekte, mit denen ich mich identifizieren kann. Als Bürgermeisterin möchte ich allen gleichermaßen und ganz unabhängig Gehör verschaffen, um dann daran mitzuwirken, was für die Gemeinde zukunftsorientiert ist. Eine Amtszeit dauert wenigstens acht Jahre und in dieser Zeit können viele Weichen gestellt werden. Scheinbar bewährte Abläufe sollten meiner Meinung nach immer wieder dahingehend geprüft werden, ob sie noch passend sind.“

Praktikable Lösungen
Hierzu seien eine offene Herangehensweise und ein gutes, jedoch voneinander unabhängiges Netzwerk von großer Bedeutung, sagt sie weiter. „Beides habe ich mir angeeignet und aufgebaut. Ich suche gerne praktikable Lösungen und optimiere das Miteinander bei unterschiedlichen Interessen. In Ketsch gibt es viele Menschen, die etwas aktiv bewegen möchten, dies zeigte beispielsweise die zahlreiche Teilnahme am Gemeindeentwicklungskonzept“, führt Nimonh Kaiser-Patthavong weiter aus. In ihrer Familie hat sie alle Unterstützung für die Kandidatur – sowohl Ehemann Eugen Kaiser (39) als auch ihre Mutter, ihre Brüder Sithonh und Vongkham und mittlerweile auch Pflegemutter Hilde seien davon überzeugt, dass sie als erste Ketscher Bürgermeisterin die richtige Besetzung im Rathaus sei.
„Tatsächlich würde sich bei mir von meiner Lebensgestaltung nicht viel ändern, denn ich bin schon jeher gewohnt, einen zeitlich offenen Feierabend zu haben und auch am Wochenende im Einsatz zu sein. Veranstaltungen aus unterschiedlichen kulturellen Bereichen interessieren mich, denn ich schätze das Engagement der Organisatoren sehr wert und bin gerne präsent und im Gespräch mit Menschen. Meine Familie unterstützt mich und im Freundes und Bekanntenkreis habe ich nur positive Rückmeldungen zu meinem Vorhaben. In der Villa Sonnenschein wäre außerdem meine Nachfolge bestens geregelt“, so die motivierte Kandidatin.

Das Bürgermeisteramt sei für sie Vertrauenssache: „Verlässlichkeit, Offenheit, Transparenz sowie die Fähigkeit zur Reflexion und die Courage, auch mal nachzujustieren, wenn etwas nicht optimal ist, dies sind Werte, die mir wichtig sind.“ Zu Beginn des neuen Jahres möchte Nimonh Kaiser-Patthavong über die Sozialen Medien und ihre Internetpräsenz zur Kandidatur und ihrem Wahlprogramm eingehender informieren.

„Wahlveranstaltungen möchte ich im Hinblick auf die Corona-Pandemie dann angehen, wenn es mir persönlich sicher und vernünftig erscheint. Ich freue mich auf Fragen, Meinungen, Ideen und Impulse aller Interessierten“, ergänzt Nimonh Kaiser-Patthavong.

Hier treffen Sie mich persönlich

April 2022
Donnerstag, 28. April 2022 um 19 Uhr

Öffentliche Vorstellung der Kandidaten in der Rheinhalle

Mai 2022
Donnerstag, 05. Mai 2022 von 14 bis 18 Uhr

Infostand auf dem Wochenmarkt – Marktplatz

Sonntag, 08. Mai 2022

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